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Eine nette Geste für die Trebendorfer? PDF Drucken E-Mail
Samstag, 7. Februar 2009

Eine nette Geste für die Trebendorfer?


Lausitzer Rundschau, 07.02.2009

„Luftbild für jeden Trebendorfer“ hieß es am 2. Februar in der RUNDSCHAU.
Dazu schreibt Bernd Richter aus dem Knappenweg in Weißwasser: So eine dicke Überschrift in der LR vom 2. Februar. Nette Geste des Bergbaubetreibers, den Bürgern, die bald ihre Heimat verlieren werden, ein Erinnerungsfoto ihres Grundstücks schenken zu wollen. Doch leider erleben wir auch die andere Seite von Vattenfall und in dessen Kenntnis fehlt mir einfach der Glaube, dass einzig und allein der Sinn einer guten Tat hinter dieser Luftbildaktion steckt. Was bekommt der Bürger zum Beispiel von Vattenfall zu hören, wenn er dort Schäden an seinem Haus als Bergbauschäden anzeigt: „Schön und gut für Sie und ihr Haus, dass es über achtzig Jahre allen Stürmen und Anfeindungen der rauen Welt schadlos getrotzt hat und wenn das Mauerwerk jetzt Risse bekomme, dann liege es nicht an der bergbaulichen Tätigkeit des Konzerns in der Region, wenn sie anderer Auffassung sind dann weisen sie uns eine Schuld nach." Ich weiß ja nicht, wie es in dieser Frage anderen Lesern, betroffenen Bürgern von Trebendorf oder aber Bürgern geht, deren Häuser an Bergbauschäden leiden. Auf mich macht diese Luftbildaktion eher den Eindruck von billiger Anbiederei. Billig allemal. Wenn wir mal großzügig sind, dann kostet so ein Farbausdruck in DIN-A4-Größe 2,50 Euro. Die Fotos sind ja längst schon gemacht worden, weil sie für die Planung der weiteren Tagebauerschließung unverzichtbar sind für den Konzern. Die jetzige Aktion bietet sicher noch die Möglichkeit, die Kosten für die Erkundungsflüge als Werbungskosten von der Steuer abzusetzen. Also, an nette Geste kann ich nicht so recht glauben.

 
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