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Brauchtum / Tradition
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Geschrieben von dkr
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Samstag, 1. September 2007 |
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Der erste Brauch des Jahres ist das Backen der Neujährchen. Dieses Gebäck wurde für die Tiere hergestellt, um sie damit zu füttern. |
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Geschrieben von dkr
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Sonntag, 2. September 2007 |
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Jedes Jahr am 25. Januar wird in der Region, hauptsächlich für die Kinder, die Vogelhochzeit veranstaltet. Mit diesem sorbischen Brauch wollen sich die Vögel bei den Kindern für die Fütterung im Winter bedanken. Symbol und gleichzeitig Geschenk ist der aus Brötchenteig geformte Vogel. |
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Geschrieben von dkr
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Montag, 3. September 2007 |
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Im Februar wird traditionell das Zampern durchgeführt. Dabei werden traditionelle Figuren, die eine bestimmte Bedeutung haben, in einem Zamperzug zusammengestellt. Ein Zamperzug soll aus folgenden Figuren bestehen: der Schornsteinfeger (er soll den Winter wegfegen) der Storch und das Pferd (sie stehen für den Frühling) die Eierfrau (sie steht für die Entgegennahme von Gaben und einem unentschlossenen Zweigesicht) der Bär sowie der Strohpuppe.
Dieser Zug zampert (zieht) nun von Haus zu Haus und singt für eine kleine Zampergabe meist sorbische Lieder. Mit der Hausherrin wird getanzt. Die Hausbewohner bedanken sich mit Eier und Speck sowie mit Münzgeld. Für ihre Gaben erhalten sie einen kleinen ,hochprozentigen Dank. Am Abend wird im Dorf der Zampertanz veranstaltet und dabei bis spät in die Nacht gefeiert. |
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Geschrieben von dkr
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Dienstag, 4. September 2007 |
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Für das Walleien werden Ostereier und eine Grube, die ein Gefälle besitzt, benötigt. Es geht dabei ähnlich wie bei einem Murmelspiel zu. Als erstes wird ein Osterei in die Mitte der Grube gelegt und der Spieler muss dieses Ei mit seinem persönlichen Osterei treffen. Trifft er das Ei nicht, muss auch sein Ei in der Grube liegen bleiben. Wird jedoch ein Osterei getroffen, so darf der Spieler das Getroffene und sein eigenes Ei aus der Grube herausnehmen und solange weiter spielen, bis er kein Ei mehr trifft. Sind alle Ostereier in der Grube getroffen, so ist das Spiel beendet und der Sieger erhält eine kleine Prämie. |
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Geschrieben von dkr
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Mittwoch, 5. September 2007 |
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In der Osterzeit erhält jedes Kind, das getauft wurde, von ausgewählten Paten-Tanten und -Onkeln ein Patengeschenk. Die Patenkinder werden laut Brauch im ersten Lebensjahr zu Hause von den Paten besucht und beschenkt. Ab dem zweiten Lebensjahr muss das Patenkind -immer zu Ostern- sein Patengeschenk bei den Paten abholen. Dieses Geschenk wird bis zur Konfirmation vergeben, im letzten Jahr jedoch ohne ein kleines Taschengeld. Der Inhalt eines normalen Patengeschenks sollte sich aus einer Ostersemmel, einem Pfefferkuchen, einem kleinen Geldgeschenk und natürlich aus 2 – 3 Ostereien zusammen setzen. |
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Geschrieben von dkr
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Donnerstag, 6. September 2007 |
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Früher gingen junge Mädchen in den Morgenstunden der Osterfeiertage, vor Sonnenaufgang, mit Krügen an einer Quelle Osterwasser holen. Das Wasser sollte den Mädchen die Schönheit und die Gesundheit erhalten. Auf dem Hin- und Rückweg darf nicht gesprochen werden, da sonst die Wirkung des Wassers verloren geht. Die männliche Jugend versuchte immer wieder, die Mädchen zu erschrecken oder zu grüßen, um sie so zum Sprechen zu bewegen. |
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Geschrieben von dkr
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Freitag, 7. September 2007 |
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Ein sehr alter Brauch in der Region ist das Ostersingen. Die Frauen und Mädchen gehen dabei in der Nacht zu Ostersonntag singend von Haus zu Haus und verbreiten sorbisches Liedgut. Gegen Sonntagmorgen treffen sich die Sängerinnen auf so genannten Singebänken im Ort, um bis zum Sonnenaufgang zusammen zu singen. Weil das Ostersingen fast in Vergessenheit geraten war, wurde dieser Brauch vor einigen Jahren von der sorbischen Singegruppe "Schleifer Kantorki" wiederbelebt. |
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Geschrieben von dkr
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Samstag, 8. September 2007 |
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Ein nicht so gern gesehener Brauch zu Ostern ist der Schabernack. Die jungen Burschen verändern dabei den Standort einiger Gegenstände auf den Gehöften der Bauern, um bei den unverheirateten Töchtern Aufmerksamkeit zu erlangen. Man erzählt sich noch heute Streiche aus vergangenen Zeiten. Ein sehr bekannter Streich handelte davon, dass die Burschen zu Ostern einen voll beladenen Mistwagen auf das Wohnhausdach eines Bauern verfrachteten. Auch ein "Trabant" soll sich schon auf dem Dach einer Bushaltestelle wiedergefunden haben. Heute ist der Schabernack nicht mehr so verbreitet. Es kommt gelegentlich mal vor, dass ein Gartentürchen verschwindet und woanders wieder auftaucht. |
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Geschrieben von dkr
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Sonntag, 9. September 2007 |
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Der beliebteste Osterbrauch im Schleifer Kirchspiel ist das Ostereier verzieren. Um aus einem Hühnerei ein Osterei zu machen, werden verschiedene Techniken angewandt. Die wohl am häufigsten verwendete Technik ist die Wachstechnik. Daneben existieren noch Kratz - und Ätztechniken. Bei der Wachstechnik werden hauptsächlich gekochte Hühnereier mit zugeschnittenen Federkielen, die in heißen Wachs eingetaucht werden, verziert. Sind die Wachsmotive auf dem Ei, kann man dieses bunt färben. Stellen,die von Wachs bedeckt sind, nehmen keine Farbe an. Nach dem Trocknen der gefärbten Eier erwärmt man die Wachsstellen auf dem Ei und entfernt das Wachs. Diese kleinen Kunstwerke werden meist am Karfreitag im Familienkreis in gemütlicher Runde gefertigt. |
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Das Maibaumstellen / Maibaumwerfen |
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Geschrieben von dkr
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Montag, 10. September 2007 |
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Im Laufe des Vormittags am ersten Mai wird auf dem Dorfplatz der bis zu 10 Meter hohe Maibaum aufgestellt. Das Aufstellen erfolgt ohne maschinelle Hilfe, es wird nur die Muskelkraft und das Geschick der Männer im Dorf benötigt. Nun will es der Brauch, dass der Maibaum jeden Tag im Mai gut bewacht wird, um zu verhindern, dass die Burschen aus dem Nachbarort den Maibaum eiskalt absägen. Denn wenn der Baum abgesägt wurde, darf das geschädigte Dorf sieben Jahre lang keinen Maibaum mehr aufstellen. Der Maibaum wird frühestens am letzten Maitag durch die Dorfbewohner geworfen (gefällt) und mit einem anschließenden Fest der Tag beendet. |
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Geschrieben von dkr
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Mittwoch, 12. September 2007 |
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Ein sehr bekannter Brauch im Kirchspiel Schleife ist das Hexenbrennen. Es findet am 30. April (in der Walpurgisnacht) in den Abendstunden statt. Bei diesem Brauch wird ein großer Reisighaufen, an dessen Spitze eine Puppe als Hexe verkleidet angebracht wird, verbrannt. Dieses Ereignis wird mit einem Fackelumzug für die Kinder eingeleitet und endet am Feuer des sogenannten Hexenhaufens in gemütlicher, feierlicher Runde. Der Reisighaufen besteht hauptsächlich aus Ästen und Schnittgut von Obst- und Ziergehölzen der Dorfbewohner. Da dieser Haufen schon einige Tage vor dem Hexenbrennen errichtet wird, müssen er zum Schutz vor vorzeitigen Abbrennen Tag und Nacht bewacht werden. |
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Geschrieben von dkr
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Donnerstag, 13. September 2007 |
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In den Herbstmonaten wird nach getaner beschwerlicher Feldarbeit das Erntefest und die Kirmes gefeiert. Dabei werden die Ernteerfolge des Jahres präsentiert. Bei diesem Fest feiern die Bauern ausgelassen bei Tanzmusik ihre Leistungen im zurückliegenden Jahr. |
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Geschrieben von dkr
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Sonntag, 16. September 2007 |
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In den Orten des Kirchspiels Schleife findet man in der Adventszeit das bekannte Christkind mit seinem zwei Helfern. Da jedes Christkind nur in den Grenzen des eigenen Dorfes Glückwünsche überbringen darf, gibt es in jedem Dorf ein eigenes Christkind mit eigener Tracht. Die bunt geschmückte Tracht ist mit Bändern und Schleifen verziert und verhüllt zudem die Hände und das Gesicht des Mädchens, welches nicht erkannt werden darf. Man sagt, wer als Christkind geht, wird im nächsten Jahr als erstes im Ort heiraten. Derjenige, der Besuch vom Christkind bekommt, wird gestreichelt und empfängt damit Glück und Gesundheit fürs kommende Jahr. |
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